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SCHWERPUNKTTHEMA DES MONATS

Stärkung des Immunsystems
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Boost für das Immunsystem

1. April 2020
Es gibt viele Arten das Immunsystem zu unterstützen. Sie reichen von ausgewogener und gesunder Ernährung, Bewegung an der frischen Luft, Wechselduschen im Sinne Kneipps bis hin zur Vitaminsupplementierung. Für letzteres eignet sich gerade in diesen Zeiten eine Kombination aus Vitamin D3, Magnesium, Zink und Vitamin C.   Vitamin D3 Vitamin D3 wirkt antiviral. In zahlreichen Studien konnte belegt werden, dass Vitamin D eine wichtige Rolle bei der Vorbeugung und Linderung von virusinduzierten Atemwegsinfekten spielt. In seiner aktiven Form (Calcitriol) hat es wichtige Aufgaben bei der Immunabwehr. Es hat unter anderem Einfluss auf die spezifische Abwehr und die Produktion von körpereigenen Antibiotika. So konnte gezeigt werden, dass ein Blut-Serum-Spiegel von mindestens 50 ng/ mL hilfreich gegen viral ausgelösten Lungenerkrankungen ist. Wichtig ist bei einer Langzeitanwendung von Vitamin D3 auch auf eine ausreichende Vitamin K2 Substitution zu achten, da hierdurch eine mögliche Hyperkalzämie (erhöhte Calciumwerte) im Blut vermieden wird. Ein Vitamin K2-Mangel kann sich unter anderem in Herz-Kreislauf-Erkrankungen äußern. Das Verhältnis von Vitamin D3 zu K2 sollte bei 10 000 I.E. D3 zu 100 µg K2 liegen.   Magnesium und Zink Magnesium ist als eines der wichtigsten Mineralien an der Funktion von über 700 Enzymen beteiligt. Es ist zudem wichtig für die Funktion der Mitochondrien. Damit spielt es eine ausschlaggebende Rolle bei der Immunfunktion. Zudem wird es zur Umwandlung von Vitamin D3 in seine aktive Form benötigt. Zink ist ebenfalls an einer Vielzahl von Stoffwechselprozessen beteiligt und unterstützt neben der Entgiftungsfunktion des Körpers auch seine Abwehr. So ist die Zellteilung und die Immunfunktion der Schleimhäute bei einem Zinkmangel herabgesetzt, was es Erregern erleichtern kann in den Körper einzudringen.   Vitamin C Vitamin C ist essentiell und kann vom menschlichen Körper nicht selbst hergestellt und auch nicht gespeichert werden. Ein Überschuss wird ausgeschieden. Es regelt viele Stoffwechselprozesse im Körper: So ist dieses Vitamin am Aufbau des Bindegewebes (Kollagen), der Knochen und der Zähne sowie der Bildung von Botenstoffen und Hormonen beteiligt. Außerdem wirkt es antioxidativ. Das bedeutet, es schützt die Zellen im Körper vor freien Radikalen, indem es schädliche Verbindungen und reaktive Sauerstoffmoleküle abfängt. Bei der Verwertung von pflanzlichen Lebensmitteln verbessert es die Eisenabsorption und hemmt die Bildung von Nitrosaminen, die krebsauslösend wirken können. Bei einem Infekt verbraucht der Körper aufgrund der erhöhten Entzündungsreaktionen und Stoffwechselaktivität erheblich mehr Vitamin C. Das Vitamin sorgt dabei für eine gesteigerte Bildung von Antikörpern und weißen Blutkörperchen (Leukozyten) und erhöht ihre Beweglichkeit. Dies sorgt wiederum für die verbesserte Abwehr von Viren und Bakterien. Studien zufolge kann Vitamin C die Erkältungsdauer bei Kindern und Erwachsenen senken, wenn es ausreichend supplementiert wird.   Um das Immunsystem optimal zu stärken und einen antiviralen Effekt zu fördern, empfehlen  wir 1–2 x wöchentlich Infusionen mit Vitamin C (7,5 g) in Kombination mit individuell abgestimmten Komplex-Homöopathika und antiviral wirkenden Aminosäuren.

Öffnungszeiten – Corona

17. März 2020
Die gute Nachricht zuerst: Wir sind wie gewohnt für Sie da! Ein paar Fakten… Es gibt zur Zeit keinen Impfstoff gegen SARS-CoV-2. Genaues zum Wirkmechanismus des Virus ist noch nicht bekannt. Das Ziel ist und bleibt bisher die Ausbreitung zeitlich einzudämmen, um das Gesundheitssystem nicht zu überlasten. Daher tun Sie etwas zu Ihrem eigenen Schutz: – Meiden Sie bitte Menschenansammlungen und unnötige Sozialkontakte. – Gehen Sie für Ihre Großeltern (oder ältere Nachbarn) einkaufen. – Nutzen Sie die Sonne und geht in der Natur spazieren. – Trinken Sie ausreichend zur Befeuchtung der Schleimhäute. – Ernähren Sie sich gesund mit Obst und Gemüse. – Bewahren Sie Ruhe und schlafen Sie ausreichend (ja, auch Schlaf hat Auswirkung auf das Immunsystem!). Nehmen Sie zur Unterstützung der Abwehr Vitamine zu sich. Eine Mischung aus Vitamin C (1-2 g /Tag), Vitamin D (2000 IE /Tag) und Zink (30 mg /Tag) kann das Immunsystem unterstützen besser mit Infekten fertig zu werden. Um die Aufnahme zu erhöhen bieten sich Vitamin-C-Hochdosis Infusionen an. Diese können mit antiviral wirksamen Aminosäuren wie L-Carnitin, L-Arginin und L-Taurin gemischt werden und durch Komplexhomöopathika ergänzt werden und individuell auf Ihre Bedürfnisse abgestimmt werden. Falls Sie noch Fragen haben rufen Sie uns an oder schreiben Sie uns.
News

Die „Bauch-Hirn-Achse“

26. März 2019
Wie oft hat man selbst schon „Schmetterlinge im Bauch“ gehabt oder etwas „aus dem Bauch heraus“ entschieden? Das „Bauchhirn“, das damit assoziiert wird, ist der Darm, der bei uns Menschen über rund 200 Millionen Nervenzellen verfügt. Nur ein lebensnotwendiges Organ kann sich so viele Nervenzellen leisten, schließlich benötigen sie fast zehnmal mehr Energie als alle anderen Körperzellen! Im Laufe eines 75-jährigen Lebens wandern mehr als 30 Tonnen feste Nahrung und 50.000 Liter Flüssigkeit durch dieses sensible System. Der Darm muss dabei Millionen von chemischen Substanzen analysieren und ebenso viele Gifte neutralisieren und unzählige Gefahren meistern – der Darm ist unser größtes Immunorgan. Üblicherweise werden Organfunktionen über ihnen zugehörige Hirnregionen gesteuert. So gibt es zum Beispiel ein Herz-Kreislauf-Zentrum oder ein Atemzentrum. Ein vergleichbar spezialisiertes Hirnareal existiert für den Darm aber nicht. Das „Bauchhirn“ selbst, also das Nervensystem des Darms, kann – anders als sein Name vielleicht vermuten lässt – weder denken noch bewusst entscheiden, hat aber trotzdem großen Einfluss auf unsere Emotionen und Entscheidungen. Dies verdanken wir einerseits den Nervensträngen, die Darm und Gehirn direkt miteinander verbinden. Entlang dieser sogenannten „Darm-Hirn-Achse“ werden ständig Informationen zum Gehirn geschickt – allerdings nur sehr wenige vom Gehirn zum Darm. Erst vor kurzem stellten Forscher fest, dass weitaus mehr Nervenstränge vom Bauch ins Gehirn führen als umgekehrt: 90 Prozent der Verbindungen verlaufen von unten nach oben. Auf der anderen Seite spielen auch die sich im Darm befindlichen Bakterien eine sehr wichtige Rolle. Diese, so meinen Forscher, ist allerdings bisher vielleicht zu zehn Prozent wirklich erforscht. „Alarmsignale“ wie Übelkeit, Erbrechen oder Schmerzen Wir nehmen Botschaften, die unser Darm „nach oben“ schickt nur bedingt wahr, meist erst dann, wenn der Bauch sich mit „Alarmsignalen“ wie Übelkeit, Erbrechen oder Schmerzen meldet. Diese können durch infektiöse oder emotionale Stresssituationen hervorgerufen werden. Wenn die Zentrale im Kopf also bewusst oder unbewusst Anspannung und Furcht wahrnimmt, dann ruft sie den Satelliten im Bauch zu hilfe. Über spezialisierte Immunzellen im Darm werden Entzündungsstoffe wie beispielsweise Histamin ausgeschüttet, die Nervenzellen im Verdauungskanal werden sensibilisiert und aktiviert und veranlassen Muskelzellen, sich zusammenzuziehen. Krämpfe oder Durchfall sind die Folge. Die allgemeine Alarmstimmung im „Darmhirn“ wird dem „Kopfhirn“ mitgeteilt und das funkt zurück nach unten…und so weiter. Einer von tausenden von Kreisläufen, die vor allem bei Dauerangst und „high level stress“ chronisch werden können. Spannend ist dabei auch, dass je tiefer die Bereiche im Verdauungstrakt liegen, die Herrschaft des „Kopfhirns“ umso schwächer wird. Mund, Teile der Speiseröhre und Magen lassen sich teilweise noch etwas von oben „sagen“. Doch hinter dem Magenausgang übernimmt ein anderes Organ die Regie: Was, wo und wann dort passiert, entscheidet das „Bauchhirn“. Erst am allerletzten Ende, am Rektum und Anus, regiert das menschliche Gehirn mit bewusster Steuerung wieder mit. Darm und Psyche Hinzu kommt, dass die im Darm lebenden Bakterien mit aller Wahrscheinlichkeit auch auf unsere Psyche wirken. Hirnforscher glauben, dass es keine Hirnfunktion geben dürfte, die nicht von den Bakterien der Darms beeinflusst wird. So könnte die unterschiedliche Zusammensetzung der Darmflora der Grund dafür sein, dass mancher Mensch melancholisch und ein
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Wohltat für Leib und Seele – Massage

10. Dezember 2018
Wenn die Tage kürzer werden, stellt man sich gerne die Frage „Was habe ich dieses Jahr eigentlich für mich getan?“. Sei es ein Wellness-Wochenende, regelmäßiger Sport oder einfach etwas Zeit für sich, diese Ruheinseln sind wichtig, um dem Alltagsstress zu entfliehen und etwas für die Gesundheit zu tun.. Eine besonders effektive und gleichzeitig entspannende Möglichkeit ist es, sich bei einem gut ausgebildeten Therapeuten eine Massage zu gönnen. Neue Therapievarianten, wie z.B.„Healing Touch“, die auf der klassischen Massage aufbauen und energetisierend wirken, bieten sich an. Man kann dabei den Alltag hinter sich lassen, die angespannten Muskeln werden gelockert, die Durchblutung verbessert, Stress abgebaut, die Selbstheilungskräfte und die Ausscheidung von Stoffwechselprodukten werden angeregt, was zu einem guten Gefühl für Körper und Geist sorgt. Die ersten Massagehandgriffe sind vor über 2500 Jahren vor Christus aus Chinaüberliefert und auch in der Antike waren Massagetechniken bekannt. Die klassische Massage wie wir sie heute kennen, wurde um 1800 entwickelt und wird bis heute kontinuierlich weiterentwickelt. Sie ist fester Bestandteil der physikalischen Therapie sowohl in der Schulmedizin als auch bei den klassischen Naturheilverfahren. Eine Massage ist aber nicht nur bei Muskelverspannungen indiziert, sie kann auch bei neurologischen Erkrankungen, Muskel-Dysbalancen, Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises oder postoperativ hilfreich sein. Bei frischen Verletzungen, Entzündungen und Fieber ist sie jedoch kontraindiziert. Bindegewebsmassage Weniger bekannt ist die Bindegewebsmassage, die 1929 von der Physiotherapeutin Elisabeth Dicke entdeckt wurde. Mittels spezieller Handgriffe werden die Reflexzonen auf dem Rücken, an den Beinen oder dem Brustkorb stimuliert und somit Einfluss auf die inneren Organe ausgeübt. So können periphere Durchblutungsstörungen, Asthma oder auch PMS behandelt werden. Anders als bei der klassischen Massage wird hierbei nicht mit Druck oder Streichungen tief in der Muskulatur gearbeitet, sondern mit speziellen Griffen das Bindegewebe mobilisiert. Dabei entsteht während der Behandlung ein schneidendes Gefühl, welches aber direkt danach als angenehm warm und langanhaltend entspannend empfunden wird. Fußreflexzonen-Behandlung Besser bekannt ist die Fußreflexzonen-Behandlung, bei der alle Körperregionen und Organe über den viscerocutanen Reflex stimuliert werden. Diese sind, ähnlich den Akupunkturpunkten, bestimmten Arealen des Fußes zugeordnet. Diese Technik kann zur Diagnostik und Therapie eingesetzt werden, kontraindiziert ist sie jedoch bei fieberhaften Infekten oder Rheuma. Eine fachgerecht ausgeführte Behandlung wirkt sofort schmerzlindernd und belebend. Lymphdrainage Eine weitere manuelle Therapie ist die Lymphdrainage. Hierbei wird die oberste Hautschicht durch sanfte Dreh- und Schöpfgriffe bewegt, um die darin befindlichen Lymphgefäße zu öffnen und so Schwellungen und Stauungen zu reduzieren. Zudem entspannt sie durch den ruhigen und gleichmäßigen Rhythmus der Bewegungen. Wichtig ist bei allen Massagetechniken, dass sie von einem ausgebildeten Therapeuten durchgeführt werden, da durch inkorrekt durchgeführte manuelle Therapien vorhandene Beschwerden verschlimmert werden können. Regelmäßige Massagen sorgen nicht nur für Entspannung der Muskulatur, sondern fördern das allgemeine Wohlbefinden und schenken Lebensfreude.

Turboboost für das Immunsystem

16. November 2018
Gerade im Winter steigt das Risiko an einer Virusinfektion zu erkranken. Schnupfen, Fieberbläschen oder Grippe nehmen zu.  Auch die Klagen über Müdigkeit, Leistungsschwäche und Stress werden zum Jahresende hin mehr. Wir wollen Ihnen daher helfen sich dagegen zu schützen und voller Energie und Gesundheit ins neue Jahr zu starten. Nach eingehendem Gespräch und Untersuchung (bei Bedarf mit Laboruntersuchung) stellen wir zunächst Ihren Gesundheitsstatus und Ihre Bedürfnisse fest. Dies ist der Grundstein um Ihren individuellen Behandlungsplan für Sie auszuarbeiten. Für Ihre Behandlung verwenden wir dann unter anderem: Aminosäuren – diese kleinsten Bausteine des Lebens sind nicht nur am Aufbau von Proteinen und Zellwänden beteiligt, sie dienen auch als Neurotransmitter und Katalysatoren für den Stoffwechsel. Vitamine – ähnlich den Zündkerzen eines Automotors bringen diese essentiellen Stoffe, die größtenteils nicht vom Körper selbst synthetisiert werden können, unseren Stoffwechsel in Schwung. Sie helfen auch bei der Mobilisation der Abwehrkräfte und so dem Immunsystem. Mineralstoffe/Spurenelemente – diese kleinen Bausteine werden bei allen biochemischen Vorgängen benötigt, da sie als Enzyme, Hormone oder zur Nervensignalweiterleitung lebensnotwendige Aufgaben erfüllen. Zu ihnen gehören unter anderem: Kalium, Calcium, Magnesium, Eisen, Jod, Zink und Selen. Fragen Sie uns einfach in der Praxis nach unserer Eigenblut Pauschale.

Bewegung fürs Gedächtnis

7. Oktober 2018
Jeden Tag ein wenig Bewegung verbessert das Gedächtnis sofort! Eine aktuelle Studie belegt, dass bereits leichter Sport zu einer verbesserten Neuronenverknüpfung führt und somit das Gedächtnis verbessert. Forscher an der University of California, Irvine und der japanischen University von Tsukuba konnten nachweisen, dass mit nur 10 Minuten leichtem Training eine deutliche Verbesserung der Verknüpfung vom Hippocampus, der sozusagen einem „Posteingang“ gleicht, zur Gedächtniscortex, die der „Speicherung“ dient, erreicht werden kann. Der Hippocampus dient der Bildung von neuen Erinnerungen, ist aber eine der ersten Regionen des Gehirns, die beim Alterungsprozess – und vor allem bei Alzheimer – abbaut. Daher ist die Verbesserung der Hippocampus-Funktion bei Forschungen zur Gedächtnis-Erhaltung sehr vielversprechend. Bisherige Studien untersuchten vor allem die Wirkung von Sport auf den langwierigen Prozess der Neubildung von Gehirnzellen bei der Erinnerungsbildung. Der Fokus dieser Studie (an einer Gruppe von 36 jungen, gesunden Erwachsenen) lag hingegen darauf, die direkte und sofortige Wirkung von sehr kleinen Sporteinheiten auf die Gedächtnisleistung und die verstärkte Kommunikation zwischen den gedächtnisbezogenen Hirnarealen aufzuzeigen. Das positive Ergebnis: Schon einfachste Dinge wie Treppensteigen oder Spaziergänge, die sich ohne Weiteres in den Alltag integrieren lassen, können erhebliche Auswirkungen auf die Verbesserung von Gedächtnis und Wahrnehmung haben. Das Team erweitert seine Studien auf ältere Erwachsene, die ein höheres Risiko haben, an altersbedingten Gedächtniseinschränkungen zu erkranken. Dabei untersuchen sie die Langzeitwirkung von leichtem Sport, der täglich über Wochen oder Monate betrieben wird.   Quelle: University of California – Irvine. „Even mild physical activity immediately improves memory function: Now you just need to remember to exercise!.“ ScienceDaily. ScienceDaily, 24 September 2018. www.sciencedaily.com/releases/2018/09/180924153424.htm.

Die Chemie im Brot

13. November 2017
Ein sehr interessanter Artikel erschien im Oktober im Stern: Wie viel Chemie steckt im deutschesten Nahrungsmittel überhaupt – dem Brot? Bert Gamerschlag berichtet darin sehr anschaulich davon, dass in der deutschen Nahrungsmittelindustrie allein bei Mehlprodukten bis zu 200 Zusatzstoffe beigemischt werden dürfen.   Zwar zählt „unser täglich Brot“ in Deutschland auf Grund seiner Vielfalt und Einzigartigkeit als immaterielles Weltkulturerbe – sogar von der Unesco anerkannt – doch es ist längst nicht mehr so rein, wie uns Glaube gemacht wird. Vor hundert Jahren gab es noch deutliche Unterschiede in den verschiedenen Mehlarten, jede Mühle mahlte anders, jede Region hatte ihr eigenes Brot. Damals gab es noch kleine Mühlen und Bäckereien. Diese sind heutzutage bei gleichbleibender Größe des Betriebs rechnerisch kaum noch tragbar, berichtet ein Bäcker. Das ist neben der Bequemlichkeit der Endkunden ein Grund, weshalb mittlerweile Discounter Ketten wie Lidl zu Deutschlands größten Bäckern werden konnten. Die Bäckereien der Discounter sind so ausgerichtet, dass sie 24/ 7 backen können und somit täglich bis zu neun Fracht-Jumbojets mit ihren Produkten voll beladen könnten. Riesige Mühlen vermahlen Unmengen an weltweit herangeschifften Weizens zu Mehlen. Ziel ist eine Gleichheit, die ausdrücklicher Wunsch der Bäcker ist, um die Verarbeitungsprozesse zu vereinfachen und jegliche Risiken auszuschließen. Die vermeintliche Brotvielfalt ist daher oft nur Schein. Der Direktor und Professor des Bundesforschungsinstitus für Sicherheit und Qualität bei Getreide, Norbert Haase, erklärt: Der Geschmack eines Brotes früher rührte von dem Boden auf dem es wuchs, den verarbeitenden Mühlen und des Mehls der verarbeitenden lokalen Backstube nach traditionellem Rezept her. Heute gibt es dazu Backmischungen. Eine EU-Verordnung erlaubt 320 Lebensmittelzusatzstoffe, die für den Kunden nur sehr schwer, wenn überhaupt, zu erkennen sind. 200 davon werden auch in Bäckereien verwendet: Quellmehle, Quellstärken, Hydrokolloid, Emulgatoren, Weizenkleber, Malzmehle, Zuckerstoffe, Phosphate, Enzyme, Ascorbin- und weitere Säurungsmittel, Milch- und Molkepulver und viele mehr. Schon in der Mühle wird mit Mehlbehandlungsmitteln, wie Ascorbinsäure, Natrium-L-Ascorbat, Calcium-L-Ascorbat, Lecithin, Guakernmehl, Mono- und Diglyceriden von Speisefetten und andere vielsilbige Substanzen gearbeitet. Hersteller nennen diese Mischungen auch: „Kompositionen, die den Bäckern helfen sollen, eine gleichbleibend hohe Qualität zu liefern.“ Mehl selbst würde dabei als reines Naturprodukt zu hohen Schwankungen ausgesetzt sein. Die Laborabhängigkeit durch all diese Zusätze ist bisher nur in Insiderkreisen bekannt. Auch die Frage der Gluten-Allergie stellt sich. Nur knapp bei einem Prozent der deutschen Bevölkerung wurde eine echte Zöliakie diagnostiziert. Zusätzliche 13 Prozent haben allerdings durch den Verzehr von Weizenprodukten Probleme, wie Blähungen, Durchfall oder Kopfschmerzen. Die einen ziehen die Weizenzüchter zur Verantwortung, da diese seit Ende des zweiten Weltkriegs neue eiweißreiche Weizensorten aus Amerika einkreuzen. Andere beschuldigen die Müller, die den Weizen so sehr zermalmen, dass ihm synthetische Stoffe beigemengt werden müssen, damit er überhaupt verarbeitet werden kann. Dass aber die einzelnen Zusatzstoffe, einzeln und in Kombination, ein potentielles Risiko darstellen, das will noch niemand so recht wahr haben; sie wurden bisher in der Branche nicht untersucht. Die Backmischungen reichen von 30 Gramm eines Mittelchens aufs Kilo Mehl – für einen gewissen Charakter, bis zum „Hundertprozenter“ dem bis zum fertigen Brot nur noch Hefe und Wasser beigefügt

 

 

 

 

Coronavirus-Erkrankung (COVID-19)

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