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Das Lymphsystem – Schlüssel der Gesundheit

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Das Lymphsystem

Das Lymphsystem (lat. lympha = klares Wasser, Quellwasser) dient als Drainagesystem zur Entlastung der Venen und ist gleichzeitig – als Transport- und Reinigungssystem – Teil des Immunsystems. Es sorgt durch seine Filterfunktion für die Aufrechterhaltung unserer Gesundheit, indem es Erreger und Fremdpartikel eliminiert.

Aufbau des Lymphsystems

Das Lymphgefäßsystem gliedert sich in ein oberflächliches und ein tiefes System. Das oberflächliche dient der Drainage der Haut, das tiefe eher der Drainage von Muskeln, Knochen und Gelenken. Das Lymphsystem läuft parallel zu den tiefen Arterien und Venen. Seinen Beginn hat es als offenes System im Bindegewebe, wo es die Abfallprodukte des Stoffwechsels als „lymphpflichtige Last“ aufnimmt. Diese lymphpflichtige Last enthält neben Eiweißen, Fetten, Zellen und Blutserum auch Fremdstoffe wie Viren und Bakterien. Zunächst ist diese Flüssigkeit durchsichtig bis leicht gelblich. Nur wenn sie direkt aus dem Darmbereich kommt, färbt sie sich nach dem Essen milchig trüb. Die Lymphe fließt über kleinste Lymphgefäße (Lymphkapillare) zu immer größer werdenden Lymphgängen des Körperstamms bis hin zum Herz und wird somit wieder Teil des Blutkreislaufs.
Der Lymphtransport wird einerseits durch die Muskelschicht in den Lymphgefäßen selbst ermöglicht, andererseits durch die umgebende Muskulatur sowie der Pulsation der benachbarten Arterien und Venen. Ein Klappensystem, ähnlich dem der Venen, verhindert ein Zurückfließen der Lymphe.

Der Weg der Lymphe

Auf ihrem Weg von der Peripherie zum Herz passiert die Lymphflüssigkeit wenigstens einmal einen sogenannten Lymphknoten. Diese Lymphknoten dienen als eine Art Wächtersystem. Sie sind etwa fünf bis zehn Millimeter groß, relativ flach und eher oval als rund. Die Lymphknoten bestehen aus Bindegewebe und dienen der Sammlung und Filtration der Lymphe. Alte Lymphozyten (Abwehrzellen), Zelltrümmer, Viren, Bakterien und andere Stoffe werden hier zurückgehalten und phagozytiert (aufgefressen), aber es werden auch Antikörper gebildet. Um bei einer neuen Infektion schneller reagieren zu können, speichern die Lymphknoten auch einige Immunzellen als Gedächtniszellen.
Im Falle eines Infekts wird die Produktion von Abwehrzellen entsprechend angekurbelt. Die Lymphknoten können anschwellen und bis zu zwei Zentimeter groß werden. Dabei verlieren sie ihre flache Form und werden eher kugelförmig. Sie sollten aber dennoch relativ weich und ein wenig beweglich sein.

Beispiel: Rachenmandeln

Das passiert zum Beispiel bei einer klassischen Tonsillitis (Rachenmandelentzündung). Die Symptome sind Halsschmerzen und Schluckbeschwerden, ausgelöst durch Erreger die sich auf der Mund- und Rachenschleimhaut festgesetzt haben. Sobald die Lymphknoten anfangen zu arbeiten, kann man unterhalb des Kieferwinkels meist leicht geschwollene Lymphknoten („Knubbel“) ertasten, welche auf Druck schmerzhaft sein können. Im Grunde also ein gutes Zeichen, da hier das Immunsystem bereits auf Hochtouren arbeitet.
Da man Schmerzen allerdings nicht aushalten muss, an dieser Stelle ein paar Tipps aus der Kneipp’schen Hausapotheke:

Halswickel

Natürlich sind gerade beim Halswickel entsprechende Wickel-Sets optimal. Diese bestehen grundlegend aus einem Innentuch aus Leinen, einem Zwischentuch aus Baumwolle und dem Außentuch aus Molton. Für den einfachen Hausgebrauch sind jedoch zwei Halstücher ausreichend. Das innere (aus Baumwolle) wird nass gemacht. Hierzu kann ein Absud aus Veilchen oder Wasser mit einem Schuss Obstessig benutzt werden – letzterer dient zur Reizung der Haut um die ableitende Wirkung zu verstärken. Nach gutem Auswringen wird das feuchte Tuch dicht, aber nicht einengend, um den Hals gelegt und mit dem zweiten, trockenen Tuch befestigt. Der Wickel kann kalt oder heiß angelegt werden, die Anlege-Temperatur ist abhängig vom subjektiven Bedürfnis des Patienten. Denn Kneipp-Anwendungen sollen stets wohltuend sein. Wird der Wickel kalt angelegt, sollte er abgenommen werden, sobald er durchwärmt ist. Ein heißer Wickel hingegen sollte abgenommen werden, sobald eine Abkühlung zu spüren ist.

Unterstützend kann die regelmäßige Anwendung von Gurgelwasser wirken (zum Beispiel aus Bockshornkleesamen, Kamille, Salbei oder Heilerde). Ansteigende Fußbäder oder auch nasse Socken (nach Kneipp versteht sich!) sind ebenfalls hilfreich, um Halsschmerzen zu lindern. Wenn die Halsschmerzen nicht nach einigen Tagen verschwunden sind oder Fieber hinzukommt, konsultieren Sie bitte Ihren Therapeuten.

Wir arbeiten in unserer naturheilkundlichen Praxis mit Vitamin C Hochdosis-Infusionen, das Lymphsystem unterstützenden Phytotherapeutika oder auch manueller Lymphdrainage, um eine Regulation des Lymphflusses zu erreichen. Sollten Sie Fragen haben, rufen Sie uns einfach an.

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